Fragen / Antworten
Evolution und Erderwärmung nur Ideologie?
Einen Sturm der Empörung hat der leitende Wissenschaftler des israelischen Erziehungsministeriums ausgelöst, als er die Wissenschaftlichkeit von Evolution und Erderwärmung hinterfragte. Mehrere Umweltaktivisten und Wissenschaftler forderten daraufhin seine Entlassung. Nicht zuletzt durch seine führende Position im israelischen Bildungswesen sehen sie die Freiheit der Forschung in Gefahr.
„Wenn Lehrbücher ausdrücklich behaupten, der Mensch stamme vom Affen ab, dann hätte ich gerne, dass unsere Studenten sich auch mit anderen Ansichten befassen", erklärte Dr. Gavriel „Gabi" Avital, „Es gibt viele Leute, die der Evolutionstheorie keinen Glauben schenken." Gleichzeitig beklagte er, dass es Leute gebe, „für die Evolution eine Religion ist", und die deshalb „nicht bereit sind, irgendetwas anderes zu hören".
Eine weitere heilige Kuh des modernen Zeitgeistes tastete der 51-jährige Luftfahrtexperte aus Rechovot an, als er meinte: „Wenn in unseren Schulbüchern steht, dass die Erde wärmer wird wegen des Kohlenstoffdioxidausstoßes, bestehe ich darauf, dass dies nicht der Fall ist."
In einem Artikel vom 29. Oktober 2009 hatte Avitat unter der Überschrift „Die Religion der Grünen" beklagt, dass es einen „grünen Kreuzzug" gebe, der die Wissenschaft in den Dienst von Politik und Ideologie stelle. Die Behauptung, dass es keinen Zusammenhang zwischen CO2-Ausstoß und Erderwärmung gebe, belegt er anhand von Messbeispielen der vergangenen Jahre. In einem Videointerview mit dem national-religiösen Meir-Institut behauptete Gabi Avital genau eine Woche nach seiner Ernennung zum leitenden Wissenschaftler im Erziehungsministerium, die Grünen hätten alle Merkmale einer radikalen religiösen Bewegung, und: „Wenn der Glaube an Gott fehlt, drängt sich etwas anderes in die Leere". Als problematisch sieht er dabei, dass Darwins Theorie auf sehr wackeligen Füßen stehe, weil sie davon ausgeht, dass es keinen Gott gebe.
Gavriel Avital war am 23. November 2009 zum leitenden Wissenschaftler des Bildungsministeriums ernannt worden und ist damit für die Formulierung der Bildungspolitik und die Beziehungen zur Wissenschaft zuständig. Zu seiner Aufgabe gehört die Überprüfung von Lehrbüchern und Lehrplänen.
Nach seiner Promotion am Technion war Dr. Avital in Zusammenarbeit mit dem israelischen Verteidigungsministerium an der Entwicklung von Raketenprojekten beteiligt, wofür er 1988 den Preis der israelischen Rüstungsfirma Elbit und Dozent für Aerodynamik am Technion in Haifa bekam.
Orthodoxe Juden glauben genau wie bibelgläubige Christen, dass die Erde nicht durch Zufall entstanden ist, sondern als Schöpfungswerk Gottes.
(Quelle: Bibel und Gemeinde 2/10)




